
Vrenelis Gärtli Uraufführung
Nach dem Roman von Tim Krohn
In einer Theaterfassung von Anita Augustin und Jonas Knecht
theater konstellationen in Co-Produktion mit
Theater Chur, Sophiensaele Berlin und Fabriktheater Rote Fabrik Zürich
Pressestimmen
«Was die vier Schauspieler unter der Regie von Jonas Knecht am Mittwochabend im Theater Chur auf die Bühne brachten, nahm das Publikum von Beginn an gefangen. Wie gebannt verfolgte es das Geschehen in ‹Vrenelis Gärtli›. Zu Recht. Denn in der Uraufführung des Stückes von Anita Augustin und Jonas Knecht brillierte das Ensemble um Eleni Haupt, Anja Tobler, Mathias Flückiger und Mathis Künzler mit einer grandiosen schauspielerischen Leistung.» (Südostschweiz)
«Anna Trauffer (Kontrabass) und Matthias Weibel (Geige) rhythmisieren diesen bilderstarken Abend, in dem die Schauspieler (Eleni Haupt, Anja Tobler, Mathias Flückiger, Mathis Künzler) durch Witz wie ein variantenreiches Spiel glänzen.» (Aargauer Zeitung)
«Die Stahlwand als zentrales Element der Theaterbühne (Bühne und Ausstattung: Brigit Kofmel) ist der blanke Fels, an ihr wird herumgekraxelt, sie bietet Widerstand und Anlehnung. Eine Klagemauer. Ein Grenzort. An ihrer Oberfläche prallt das Fluchen, Maulen und Umenwetteren ab. Und das Echo der Juchzer, die so unvermittelt aus Mündern rollen, wie ein Steinschlag vom Berg. Eine unberechenbare Welt, mystisch, neblig, wortkarg.» (St.Galler Tagblatt)
Beitrag Schweizer Fernsehen: "angesagt" kulturplatz vom 27.01.2010 hier.

Heidi kennt jeder. Das Vreneli nicht. Dabei ist das Vreneli fast wie das Heidi, nur anders.
Vreneli kommt in den Schweizer Bergen zur Welt, in einem Stall, und ihre Mutter hat nicht viel Zeit für die Geburt. Kühe melken ist dort oben genauso wichtig, wie Kinder auf die Welt bringen. So sieht es das Vreneli auch, und sie macht sich wenige Minuten nach ihrer Geburt nicht weiter wichtig. Sie krabbelt auf allen Vieren (erste Minute), sie stellt sich auf zwei Beine (zweite Minute), sie lässt ihre Mutter in Ruhe weiter melken (dritte Minute) und läuft davon. Das alles kann das Heidi nicht. Außerdem kann Heidi nicht als Fuchs durch die Wälder streifen, keine Blumen auf den weißen Firn pinkeln und keine handfeste Hungersnot übers Tal zaubern.
In „Vrenelis Gärtli“ erleben wir, wie das Vreneli geboren wird, was es so treibt, und woran es stirbt. Wiederauferstehung inklusive.
Wer kommt, ist dabei!
"Heidi, das Original", "Quatemberkinder" und "ALPINARIUM_3" drei realisierte Projekte von theater konstellationen haben sich mit dem Themenkomplex "Alpenraum als Heimat" beschäftigt. "Vrenelis Gärtli" verdichtet diese Auseinandersetzung, und untersucht den Begriff "Heimat" weiter, wobei die Alpen nicht nur als konkrete, sondern auch als metaphorische Landschaft aufzufassen sind: Auch der Grossstädter ist dort zuhause, wo die Geborgenheit bisweilen zur unerträglichen Enge mutiert und der Absturz vom heimatlichen Gipfel zum freien bzw. befreienden Fall in die Fremde wird. Sehnsucht nach einem Ort, an dem man ankommen und bleiben darf, ohne es zu müssen, Sehnsucht nach einer Verwurzelung, die einen doch beweglich und "fremd" bleiben lässt das sind die Themen, mit denen sich theater konstellationen auf seiner künstlerischen "Bergtour" beschäftigen wird.
SPIEL Eleni Haupt, Anja Tobler, Matthias Flückiger, Mathis Künzler
REGIE Jonas Knecht
DRAMATURGIE / TEXTFASSUNG Anita Augustin
BÜHNE & KOSTÜME Brigit Kofmel
LIVE-MUSIK Anna Trauffer und Mathias Weibel
CHOREOGRAPHIE Cornelia Lüthi
MITARBEIT REGIE UND AUSSTATTUNG Lorenz Seib
PRODUKTIONSLEITUNG Gabi Bernetta
CH-Premiere war am 20. Januar 2010 im Theater Chur
DE-Premiere war am 5. Februar 2010 in den Sophiensaelen Berlin
DIE NÄCHSTEN VORSTELLUNGEN (wird laufend ergänzt):
Fabriktheater, Rote Fabrik Zürich
25. / 26. / 27. März und 30. / 31. März 2010, jeweils um 20:00h Tickets gibts hier
folgende Orte und Theater planen ein Gastspiel von "Vrenelis Gärtli"
Schlachthaustheater Bern, Theater Tuchlaube Aarau und Kurtheater Baden
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